Cholo-der kämpfer

Cholo wude von seiner langjährigen Pflegestelle adoptiert.

 

Cholo-

schwer verletzt im Straßengraben gefunden

 

 
geb. 1.2013, geimpft, gechipt, kastriert

Rasse: Mischling
Schulterhöhe: über 55 cm
 
Update im Juli 2016:

Ein Wunder für Cholo

Für alle, die den Cholos Fall verfolgt haben, gibt es viel Neues zu erzählen. Nach fünf Hüftoperationen, wochenlanger Einnahme von starken Schmerzmitteln und vielen Stunden der Rehabilitation, kann unser kleiner Kämpfer wieder normal laufen. Von seiner schweren Verletzung hat er nur zwei kleine Folgeerscheinungen. Der erste ist, wenn das Wetter sich ändert, hinkt er ein wenig. Und zweitens, da er noch Splitter in der Hüfte hat, an diesen bilden sich manchmal kleine Fisteln. Das ist aber kein ernstes Problem und in der Regel dauert es nur ein paar Tage und seine Beschwerden sind wieder verschwunden. Da wir ein genaues Blutbild von ihm haben, können wir gezielt die Antibiotika einsetzen, auf die er gut reagiert. Wir können deshalb seinen physischen Heilungsprozess vollständig kontrollieren und sind auf dem richtigen Weg der vollständigen Genesung.

Cholo ist eine sehr gemütlicher, liebevoller, gehorsamer, sauberer und extrem intelligenter Hund. Um Ihnen eine Eindruck zu geben, was ich damit meine: Als er in der Rekonvaleszenz war und nicht gehen konnte, lernte er sein Geschäft in einem Kasten mit Sand im Hof platziert zu erledigen. Er hatte sofort verstanden, was er tun sollte. Er lernte auch sehr schnell auf Komandos zu hören, bei Fuss zugehen, Sitz oder Platz zu machen. Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass Cholo der klügste Hund ist, den ich je in meinem Leben getroffen habe. Manchmal denke ich, dass er einen sechsten Sinn hat. Jedes Mal, wenn ich Hause verlasse, weiß er es. Ich versuche nicht, die Koffer und die Taschen an zu sehen, aber trotzdem, weiß er sofort, worum es geht. Dann wird er sehr nervös und unruhig.

Seine psychologische Erholung schreitet hingegen nur sehr langsam voran und es ist nach wie vor problematisch. An der Straße laufen bereitet ihm große Angst. Schlimm sind auch kleine Kinder, Bälle, Feuerwerk, oder unerwartete Geräusche. Manchmal, wenn es Streit auf der Straße gibt oder es toben Kinder im Parks, dann ist er voller Panik und möchte nur noch weg. Auch Lärm von draußen, der in die Wohnung dringt, kann bei ihm eine Panikattake auslösen. Dann versteckt er sich im Bad und versucht sich nur noch unsichtbar zu machen. Darüber hinaus ist es ziemlich aggressiv mit anderen Hunden, auch gegenüber Männern. Wir wissen nichts über Cholos Vergangenheit, aber wir können uns vorstellen, was da schief gegangen sein muss, dass er solche Ängste entwickelt hat. In der Tat ist Cholo nur in geschlossenen Räumen oder im Feld glücklich. Nach draußen zu gehen ist für ihn eine Folter und für meinen Arm auch. Eine andere Sache istes, wenn ich mit ihm aufs Land gehe, an einen abgelegenen Orte, wo es keinen Lärm oder kaum Menschen gibt. Dann ist er ein super glücklicher Hund. Ich habe für ihn bereits zwei Trainern konsultiert, die mir einige gut gemeinte Ratschläge gegeben haben, aber bisher konnte ich noch keine Besserung bei seinen Ängsten beobachtet.

Erschwerend kommt hinzu, dass mein „nomadischer Lebensstil“ die Dinge noch komplizierter macht. Einen großen Teil des Jahres lebe ich in einem andalusischen Dorf, aber dann auch längere Zeit in einer nördlichen Stadt Spaniens. Und wenn ich dorthin gehe, kann ich ihn nicht mitnehmen. In dieser Zeit habe ich keine andere Wahl, als ihm im Tierheim unterzubringen oder in einer Tierpension. Diese Trennungen sind sehr schmerzhaft für uns beide. Doch trotz der Schmerzen, wage ich es nicht, ihn mit in die Stadt zu nehmen. Seine vielen Ängste machen einen einfachen Spaziergang in einer Stadt mit 10.000 Einwohnern zu einer Quelle von Stress und um ehrlich zu sein, mag ich mir gar nicht vorstellen, wie er in einer großen Stadt wie meiner, reagieren würde. Wenn sich seine Ängste steigern würden, wäre ich bin nicht in der Lage ihn zu kontrollieren.

Ich bin sein Pflegefrauchen nun seit anderhalb Jahren und bis vor einem Monat war mein größter Wunsch ihn zu adoptieren. Ich hatte die Idee, am Rande der Stadt ein Haus mit Grundstück zu kaufen, um ihm dort ein Zuhause zu schaffen. Ich musste jedoch einsehen, dass es mir jedes Mal sehr schwer fällt, wenn ich in den Norden fahren muss. Um sein Trauma zu überwinden, braucht Cholo aber eine Familie, die fest auf dem Land lebt, in einer ruhigen Gegend, weit weg von allem Trubel. Außerdem darf in dieser Familie kein männlicher Hund sein oder Katzen darf man auch nicht haben.

Ich weiß, es ist eine große Herausforderung unter diesen Voraussetzungen das passende zu finden, aber ich glaube an Wunder. Ich weiß, dass es eine Lösung für Cholo geben wird!

Update im Februar 2015:
Luz, die Pflegemutter von Cholo bemerkte, dass er sich deutlich schwerer tat mit dem Aufstehen und dem Laufen. Seine allgemeines Verhalten deutete immer mehr darauf hin, dass er Schmerzen hatte. Sie ging zum Tierarzt und es wurde festgestellt, dass die Metallplatten entfernt werden mussten, denn es hatten sich Infektionen gebildet.
Kaum war Cholo nach seiner OP wieder zu Hause, wirkte er wieder viel lebendiger. Wie Sie es auf dem Video sehen können. Aber diese erneute Operation war teuer und so brauchen wir finanzielle Unterstützung, um sie bezahlen zu können. Wer einen Beitrag zur Unterstützung von Cholos Genesung leisten möchte, jede noch so kleine Spende ist eine Hilfe, kann an dies an APAPA spenden. Ohne eure Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen ihn zu retten. Wir möchten nun unser möglichstes für Cholo tun, damit er ein glückliches Leben ohne Schmerzen führen kann. Cholo wird sein Leben bald genießen können, denn er hat es verdient. Es ist nur eine Frage der Zeit und Geduld.

 

Cholos Geschichte:
Gefunden wurde Cholo am 5.10.2014
Unsere spanischen Freunde kämpfen gerade um das Leben dieses Hundes. Cholo wurde Anfang Oktober angefahren und blieb unbeachtet in einem Straßengraben liegen. Ein Radfahrer sah den Hund dort und hielt ihn für tot, weil er sich nicht mehr bewegte. Als er Tage später wieder vorbeifuhr, beobachtete er, dass der Hund den Kopf bewegte. Er verständigte APAPA und die freiwilligen Mitarbeiter vor Ort fuhren zu der angegeben Stelle. Dort fanden sie einen schwer verletzten, aber noch lebenden Hund vor. Sie brachten ihn schnellstmöglich in eine Tierklinik, wo er zunächst notdürftig versorgt wurde. Er hat einige Knochenbrüche und eventuell auch innere Verletzungen. Die nächsten Tage zeigten, dass es noch rechtzeitig war um ihn zu retten. Wir alle hofften, dass Cholo seine schlimmen Verletzungen überleben würde. Die Tierarztkosten sind nicht gering.

 

Auf den Bildern ist die Entwicklung des kleinen Kämpfers Cholo deutlich zu sehen. Gefunden wurde er am 5.Oktober 2014. Kaum 20 Tage später, erhält er schon Physiotherapie im Meer. Seine Genesung schreitet merklich voran. Cholos starker Überlebenswillen hilft ihm durch diese schwere Zeit.

Wir können nur erahnen, wie schrecklich sein Leben bisher gewesen ist...Die alltäglichen Dinge, wie das Leben in einer Wohnung oder ein Spaziergang am Strand, sind ihm offensichtlich völlig unbekannt. Das Menschen freundlich und liebevoll mit ihm umgehen, scheint ihm noch fremd. Aber mit der Hilfe seiner Pflegemutter Luz und der Unterstützung von Mercedes, einer anderen Volontärin des Tierheims, gelingt es immer mehr Cholos Trauma zu überwinden und seinen Genesungsprozeß voranzubringen. Sie gehen mit ihm zum Strand schwimmen, damit sich seine Muskulatur langsam wieder aufbaut und führen ihn allmählich mit viel Geduld und Liebe in das „normale“ Leben ein.

Wir können all den Menschen, die bisher geholfen haben, die Rechnungen zu bezahlen und sich um ihn sorgten und noch sorgen, nicht genug danken. Es ist besonders in der heutigen Zeit schwer soviel Geld zusammenzubringen.

 

Und natürlich suchen wir nun auch für Cholo, nach seiner Genesung ein gutes Zuhause! Wer möchte diesem armen Hund, der soviel mitgemacht hat, zeigen wie das Leben auch sein kann...

 


Diese Bilderfolge zeigt die Entwicklung von Cholos Geschichte von seiner Auffindung bis heute: